Review: Benq ScreenBar WiT

Kennt ihr dieses Gefühl?
Ihr habt gerade ein neues Gadget ausprobiert. Eventuell sogar eines, von dem Ihr gar nicht geahnt habt, dass Ihr es überhaupt braucht. Und nach dem ersten Herumspielen ist Euch klar: das Ding schliesst gerade eine Lücke in meinem Leben, von der ich gar nicht wusste, dass sie besteht!

Ein befreundeter Journalist hat dieses Phänomen einmal als die “ertru – Auszeichnung” bezeichnet. “Ertru” steht hier für: “editor refuses to return unit“. Auf deutsch: das Ding bleibt hier!

So ist es mir kürzlich ergangen, als die Anfrage von der Firma Benq kam, ob ich deren ScreenBar testen möchte. Eigentlich dachte ich mir nur “warum nicht? Ist auf jeden Fall ein nettes Gadget für den Podcast und unsere Hörer”, ohne mir viel davon zu versprechen. Mittlerweile – und damit nehme ich das Fazit vorweg – feiere ich Benq für die Gelegenheit dieses geniale Stück Technologie testen zu dürfen.

Aber eins nach dem anderen. Wovon reden wir eigentlich?

Die Benq ScreenBar ist ganz simpel formuliert eine LED-Schreibtischlampe. Der Grund dafür, dass wir sie hier vorstellen, ist der, dass sie eben ein paar Sachen anders angeht als eine Schreibtischlampe.

Benq ScreenBar – Lieferumfang und Inbetriebnahme

Die Benq ScreenBar kommt sauber verpackt in einem länglichen Karton daher. Erfreulich: der Anteil von Plastikmüll ist auf die Schutzfunktion des Gerätes reduziert. Darin enthalten sind genau drei Komponenten:

  • die ScreenBar (ca. 45 x 9 x 9 cm)
  • der Befestigungsclip
  • ein Micro USB-Kabel
sauber und aufgeräumt – Benq ScreenBar

Eine deutsche Installationsanleitung fehlt leider, ist aber aufgrund der selbsterklärenden Installation nicht wirklich erforderlich. Die ist nämlich in Minutenschnelle abgeschlossen.

Als erstes montiert Ihr dazu den Befestigungsclip. Dank des speziellen Designs wird dieser ganz einfach an die Oberseite des Monitors geclippt. Da muss nichts geklebt oder geschraubt werden. Das Ding sitzt sauber mit einer Handbewegung am Monitorrahmen und lässt sich trotzdem noch einfach vor- und zurück schieben. So lässt sich einstellen, wieviel vom Schreibtisch mit beleuchtet werden soll. Zusätzliches Spiel für den Lichtwinkel gibt später noch einmal die ScreenBar selber. Auch diese ist nicht fest verbaut sondern ebenfalls justierbar.
Idealerweise habt Ihr keinen randlosen Monitor, denn so einem Gerät würdet Ihr Euch eine ca. 5×35 mm große Notch verpassen. Aber selbst das fände ich nicht kriegsentscheidend.

simpel aber stabil. Halteclip für die Benq ScreenBar
Bild: Benq

Für festen Halt in unterschiedlichen Positionen sorgt eine Spannfeder in Kombination mit einem rückseitigen Gewicht.
Als nächstes wird die ScreenBar frontal und oberhalb des Bildschirms in die dafür vorgesehen Fassung hineingesteckt und zu guter Letzt noch das USB-Kabel mit der Bar und einem stromführenden USB-Port (am Monitor oder am Rechner) verbunden.
Das war es.
Die ScreenBar ist einsatzbereit und der Arbeitsplatz sieht noch genauso aus wie vorher. Allerdings ist er jetzt beleuchtet. Unauffälliger und platzsparender geht es kaum.

Benq ScreenBar: die Bar

Die Benq ScreenBar ist ein 45 cm langer und ca. 9 cm tiefer und breiter, gut und solide verarbeiteter Aluminiumstab. An der Unterseite befindet sich der LED-Lichtschacht und an der Oberseite vier Sensortasten für die Bedienung. So hängt die Lampe an der Oberseite des Monitors und beleuchtet je nach eingestelltem Winkel Euren Schreibtisch und/oder Eure Tastatur. Der Bildschirm selber wird nicht direkt angestrahlt.

es werde Licht!

Hier haben wir einen der ganz großen Vorteile gegenüber klassischen Schreibtischlampen. Die strahlen den Monitor in der Regel nämlich von der Seite aus direkt an und verursachen auf diese Weise nicht nur seitliche Beleuchtung (nicht so dolle für die Augen), sondern in der Regel auch störende Reflexionen. Die ScreenBar hingegen leuchtet direkt von oben nach unten und strahlt den Monitor dabei nicht direkt an. Sie erzeugt quasi einen Lichtvorhang, der vor dem Screen verläuft und auf den Schreibtisch strahlt.
Durch diese Art der Lichtgebung habe ich tatsächlich überhaupt keine Spiegelungen auf meinem Bildschirm festgestellt. Allerdings kann das anders aussehen, wenn Ihr eine Hochglanz lackierte Tastatur benutzt.

Bild: Benq

Einstellen lässt sich die ScreenBar über die vier erwähnten Sensortasten. Die funktionieren wirklich durch einfaches Fingerauflegen und bieten folgende Einstellungen an:

  • Helligkeit (in Stufen einstellbar)
  • Farbtemperatur (in acht Stufen von 2700k bis 6500k einstellbar)
  • Auto-Dimmer (ermittelt das ideale Licht anhand eines eigenen Sensors automatisch)
  • An/Aus-Schalter
Vier SoftTouch-Tasten und der Sensor für die automatische Lichteinstellung.
Bild: Benq

Ich nutze mittlerweile überwiegend die automatisch eingestellten Werte der ScreenBar und ich bin sehr zufrieden damit. Benq spricht in diesem Zusammenhang von Werten bis zu 500 Lux, die die Lampe entsprechend der Lichtumgebung selbständig einstellt.

Benq ScreenBar: Fazit

Die Benq ScreenBar macht mein Leben vor dem Monitor besser und ich möchte das Gerät nicht mehr missen.
Angefangen damit, dass das Gerät wirklich so gut wie gar keinen Platz belegt, über die kinderleichte Installation, die narrensichere Steuerung via SoftTouch-Tasten bis hin zum deutlich angenehmeren Blick in den Monitor bei allen Tagessituationen kann ich nur Positives berichten.
Einzig der Preis mit fast 100 Euro rechtfertigt gewisse Skepsis.

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